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Es stand geschrieben... 25. Oktober 2002 | ![]() |
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Amtliche
Gemeindezeitung für Schömberg |
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Der Musikverein Schömberg gab zu seinem 25-jährigen Bestehen am vergangenen
Samstag im Kurhaus ein großartiges Konzert zum Besten. Der 1. Vorsitzende
Dieter Dettinger begrüßte die leider nicht vielen Gäste, die
zu dieser Geburtstagsfeier gekommen waren.
Er ließ von der Gründung des MV bis zum heutigen Tag den Aufbau und
weiteren Verlauf Revue passieren. Über den Gründer Helmut Kalb, den
ersten Dirigenten Assmacher, bis zu den aktiven Musikern/innen, die bis zum
heutigen Tage ihrem Musikverein die Treue halten.
Eröffnet wurde der Abend musikalisch mit der Heimatland-Ouvertüre
„Rodny Kraj“. Nach dem Grußwort unterhielt der MV unter der
bewährten Leitung seines Dirigenten Werner Gerhäuser das Publikum
mit anspruchsvollen Stücken: von Franz Lehar aus der „Lustigen Witwe“
„Vilia, oh Vilia“. Oder der kleinen „Concert Suite“
von Alfred Reed. Mit den „Beach Boys Golden Hits“ ging es über
die kalifornischen Strände nach „Dem Land Tirol die Treue“
wieder zurück in die Heimat. Ohne Zugabe, die das begeisterte Publikum
forderte, durfte der MV aber nicht von der Bühne. Mit dem „Deutschmeister
Regimentsmarsch“ ging es dann in die Pause, die der MV Eisingen nutzte,
um mit den annähernd 50 Aktiven Platz zu nehmen.
Mit der Ouvertüre zur Oper „Aroldo“ eröffnete der Gastverein,
bei dem Werner Gerhäuser das Fagott spielt, den 2. Teil des Abends. Dieter
Dettinger verglich den in der Höchststufe angesiedelten MV Eisingen mit
den im Fußball üblichen Ranglisten. Eisingen würde demnach in
der Bundesliga spielen und wäre auch schon in der Championsleague aufgetreten.
Wie Recht er damit hatte, konnte man an dem sehr disziplinierten Zuhören
des Publikums merken.
Bürgermeister Gerhard Vogel hatte dann die Aufgabe, Ehrungen einiger Musiker/innen
vorzunehmen. Er dankte dem MV Schömberg für die nach seiner Schätzung
ca. 500 Auftritte in 25 Jahren, die teilweise unter widrigen Bedingungen –
Silvesterblasen bei Minustemperaturen oder, sehr feierlich, Heilig Abend in
der kath. Kirche – statt fanden.
Für besondere Förderung und Verdienste um die Volksmusik wurden ausgezeichnet
für 10 Jahre die Ehrennadel in Bronze: Melanie Mast und Renate Riexinger.
Für 20 Jahre die Ehrennadel in Silber: Sandra Glaser und Reiner Lapeta.
Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet
wurden: Priska Marquardt, Jürgen Misztl, Udo Bertsch, Klaus Dettinger,
Dieter Dettinger, Jürgen Kalb, Frank Kalb, Matthias Haese.
Die höchste Ehre an diesem Abend gebührte jedoch dem Gründer,
Vorstand und Ehrenvorsitzenden Helmut Kalb. Mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg
und der Urkunde, unterzeichnet von Ministerpräsident Erwin Teufel, für
besondere Verdienste im Ehrenamt, konnte Bürgermeister Vogel den Bassisten
auszeichnen. Auch seiner Frau, Hildegard Kalb, dankte Vogel für die jahrzehntelange
Unterstützung und Arbeit im Hintergrund für den Musikverein mit einem
Blumenstrauß.
Der MV Eisingen setzte dann sein Programm fort mit den sehr anspruchsvollen
Stücken wie „Arche Noah“ oder „Der alte Brummbär“,
ein Solo für Fagott. Mit der „Charly Chaplin Selection“ und
der „Vivat Polka“ war damit der Geburtstagsabend beendet.
Ernst Mosch sagte einmal über sich und seine Egerländer: „Wir
sind keine Stimmungskanonen, sondern machen ausgefeilte Blasmusik. Wir unterscheiden
uns von vielen, indem wir eine Musik machen, bei der nichts knattert, bei der
man glaubt, da spielen Streicher.“
Tatsächlich hatte man diesen Eindruck bei dem Eisinger Blasorchester, nicht
umsonst forderte das Publikum zwei Zugaben. Schade nur, dass es nicht mehr Schömberger
Bürgern gegönnt war, an diesem Abend Teil zu haben.
Wenn Sie möchten, besuchen Sie uns im Internet: www.mv-schoemberg.de.
-rl-