Musikverein Schömberg e.V.MVS || Termine | Fr, 24.11.2017, 23.29 Uhr


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Presseberichte: Jubiläumskonzert — 25 Jahre MVS

Der Bürgerfreund | Calwer Kreisnachrichten (Grafik / PDF) | Der Enztäler (Grafik / PDF) | Pforzheimer Zeitung (Grafik / PDF)

Es stand geschrieben...

25. Oktober 2002

Das Gemeindeblatt von Schömberg: Der Bürgerfreund
Das Ortszentrum von Schömberg: links eine Dönerbude, rechts das Rathaus

Amtliche Gemeindezeitung für Schömberg
mit den Ortsteilen Bieselsberg, Langenbrand,
Oberlengenhardt und Schwarzenberg
mit Nachrichten
vom Gebiet zwischen Enz und Nagold
und mittendrin der MVS

Großartiges Konzert

Der Musikverein Schömberg gab zu seinem 25-jährigen Bestehen am vergangenen Samstag im Kurhaus ein großartiges Konzert zum Besten. Der 1. Vorsitzende Dieter Dettinger begrüßte die leider nicht vielen Gäste, die zu dieser Geburtstagsfeier gekommen waren.
Er ließ von der Gründung des MV bis zum heutigen Tag den Aufbau und weiteren Verlauf Revue passieren. Über den Gründer Helmut Kalb, den ersten Dirigenten Assmacher, bis zu den aktiven Musikern/innen, die bis zum heutigen Tage ihrem Musikverein die Treue halten.
Eröffnet wurde der Abend musikalisch mit der Heimatland-Ouvertüre „Rodny Kraj“. Nach dem Grußwort unterhielt der MV unter der bewährten Leitung seines Dirigenten Werner Gerhäuser das Publikum mit anspruchsvollen Stücken: von Franz Lehar aus der „Lustigen Witwe“ „Vilia, oh Vilia“. Oder der kleinen „Concert Suite“ von Alfred Reed. Mit den „Beach Boys Golden Hits“ ging es über die kalifornischen Strände nach „Dem Land Tirol die Treue“ wieder zurück in die Heimat. Ohne Zugabe, die das begeisterte Publikum forderte, durfte der MV aber nicht von der Bühne. Mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ ging es dann in die Pause, die der MV Eisingen nutzte, um mit den annähernd 50 Aktiven Platz zu nehmen.
Mit der Ouvertüre zur Oper „Aroldo“ eröffnete der Gastverein, bei dem Werner Gerhäuser das Fagott spielt, den 2. Teil des Abends. Dieter Dettinger verglich den in der Höchststufe angesiedelten MV Eisingen mit den im Fußball üblichen Ranglisten. Eisingen würde demnach in der Bundesliga spielen und wäre auch schon in der Championsleague aufgetreten. Wie Recht er damit hatte, konnte man an dem sehr disziplinierten Zuhören des Publikums merken.
Bürgermeister Gerhard Vogel hatte dann die Aufgabe, Ehrungen einiger Musiker/innen vorzunehmen. Er dankte dem MV Schömberg für die nach seiner Schätzung ca. 500 Auftritte in 25 Jahren, die teilweise unter widrigen Bedingungen – Silvesterblasen bei Minustemperaturen oder, sehr feierlich, Heilig Abend in der kath. Kirche – statt fanden.
Für besondere Förderung und Verdienste um die Volksmusik wurden ausgezeichnet für 10 Jahre die Ehrennadel in Bronze: Melanie Mast und Renate Riexinger. Für 20 Jahre die Ehrennadel in Silber: Sandra Glaser und Reiner Lapeta. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden: Priska Marquardt, Jürgen Misztl, Udo Bertsch, Klaus Dettinger, Dieter Dettinger, Jürgen Kalb, Frank Kalb, Matthias Haese.
Die höchste Ehre an diesem Abend gebührte jedoch dem Gründer, Vorstand und Ehrenvorsitzenden Helmut Kalb. Mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg und der Urkunde, unterzeichnet von Ministerpräsident Erwin Teufel, für besondere Verdienste im Ehrenamt, konnte Bürgermeister Vogel den Bassisten auszeichnen. Auch seiner Frau, Hildegard Kalb, dankte Vogel für die jahrzehntelange Unterstützung und Arbeit im Hintergrund für den Musikverein mit einem Blumenstrauß.
Der MV Eisingen setzte dann sein Programm fort mit den sehr anspruchsvollen Stücken wie „Arche Noah“ oder „Der alte Brummbär“, ein Solo für Fagott. Mit der „Charly Chaplin Selection“ und der „Vivat Polka“ war damit der Geburtstagsabend beendet.
Ernst Mosch sagte einmal über sich und seine Egerländer: „Wir sind keine Stimmungskanonen, sondern machen ausgefeilte Blasmusik. Wir unterscheiden uns von vielen, indem wir eine Musik machen, bei der nichts knattert, bei der man glaubt, da spielen Streicher.“
Tatsächlich hatte man diesen Eindruck bei dem Eisinger Blasorchester, nicht umsonst forderte das Publikum zwei Zugaben. Schade nur, dass es nicht mehr Schömberger Bürgern gegönnt war, an diesem Abend Teil zu haben.
Wenn Sie möchten, besuchen Sie uns im Internet: www.mv-schoemberg.de.

-rl-