Musikverein Schömberg e.V.MVS || Termine | Fr, 24.11.2017, 23.29 Uhr


Inhalt: Auf dieser Seite folgt ein klitzekleiner Kurzbericht über unser Probewochenende. Er entspricht der Fassung, wie er auch in unserem Gemeindeblatt, dem Bürgerfreund, am 4. April 2003 erschienen ist – mit ein paar zusätzlichen Weblinks.

Probewochenende am 29.+30.03.2003

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Probewochenende
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Mit dem Kopf zur Sache

Ätsch! Schlagzeuger müsste man sein. Denn welche Klarinettistin kann denn schon von ihren Noten behaupten, dass diese in der Etsch nach 43 Takten geschlagene 19 Takte lang baden gehen? Neunzehn Takte, in denen der Schlagzeuger Pause hatte und machen durfte, was er wollte ‒ nur keinen Lärm, also kein Schlagzeug spielen. Denn während  Katrin,  Carina,  Heike und  Priska teilweise ihre Finger verknoten mussten, hatte er nun aus- und umgerechnet 76 Viertelnoten lang Zeit, sich nach einer angemessenen Pausenbeschäftigung umzuschauen.

Die Etsch Er musste nicht lange suchen. Denn wo ein Probewochenende, da auch Kuchen. Und der kam wie gerufen. Denn ein solches Wochenende, wie ihn der Musikverein vor jedem seiner Frühjahrskonzerte abhält, würde es ja auch kein Musiker lange genug ohne Verpflegung aushalten. Also nutzte er die Gelegenheit, schnappte sich ein marmornes Kuchenstück und schmeckte den schwarzen Kaffee so lange mit Milch ab, bis er, der Kaffee, auch ungesüßt genießbar war. Doch so sehr er sich auch sputete, es reichte nur für das halbe Stück vom großen Kuchenglück ‒ und nahm gerade noch rechtzeitig die Verfolgung der Klarinetten ab Takt 63 wieder auf…

Mit anderen Worten: Unser traditionelles Jahreskonzert steht kurz vor der Tür und schon nächsten Samstag im Schömberger Kurhaus an! Damit wir ab 19.30 Uhr nicht in der besagten Etsch unterzugehen drohen, funktionierten wir also das vergangene Wochenende in unser diesjähriges Probewochenende um; abgehalten in unserem Proberaum alias dem Musiksaal der Ludwig Uhland Schule. Bereits um Punkt 9 Uhr am Samstag in der Frühe ging’s los, ehe wir am frühen Abend fast übergangslos die Rasenpflege von Ruuuudis Recken hätten anschauen können. Doch nach der Probe ist bekanntlich vor der Probe ‒ und die nächste folgte am Sonntag quasi eine halbe Stunde früher. Von 9.30 bis 14.30 Uhr mussten wir schon wieder mit dem Kopf bei der Sache sein und die unrühmliche „1:1-Niederlage“ vergessen haben.

Aber wieder zurück zur Etsch. Denn wer kennt sie gleich nicht, die Adige, wie der zweitgrößte Fluss Italiens in ihrem Heimatland auch genannt wird? „Die Etsch“ gibt’s jedoch nicht nur als fließendes Gewässer, sondern auch als dreiteiliges* Musikstück gleichen Namens. Und nun dürfen Sie einmal raten, wieso wir nicht die Vertonung des größten Flusses Italiens als Hauptwerk für unser Jahreskonzert auserwählt haben…

* Wurde eigentlich schon erwähnt, dass der Schlagzeuger im gesamten ersten Teil „Der Etsch“ spielfrei war? Und völlig am Ende trotzdem noch Kuchen übrig blieb? ‒ Na dann, bis zum nächsten Ma(h)l…

Eine kleine Hörprobe von unserem Eröffnungsstück gefällig? Dann nix wie Klick: Flash-Icon !
Bevor wir bei unserem Konzert jedoch fließend italienisch spielen werden und „Die Etsch“ in Ihrem Mund zusammenlaufen lassen, beginnen wir unseren Konzertgenuss auf eine Art & Weise, wie sie lieblicher nicht sein könnte: nämlich mit „Concerto d’Amore“ ‒ einer Liebeserklärung, die irgendwo zwischen Barock, Pop und Swing angesiedelt ist. Welche Mitte wir dabei treffen und ob wir die angedachte Spieldauer von 439 Sekundenneues Fenster einhalten werden, dürfen Sie dann gerne live vor Ort (für sich) selbst herausfinden.

Aber stopp. Der offizielle Spielplan für unser Konzert folgt ja erst noch. Demnächst auch in Ihrem Bürgerfreund. Nicht wahr,  Reiner?

Also wieder zurück zu unserem Marathonwochenende. Stichwort „Verpflegung“. Wer tüchtig probt, sollte auch tüchtig essen. Der vielen Koch-, Küchen- und Kuchenfeen zahlreicher passiver und aktiver MVSlerInnen sei gedankt. In allen Pausen konnte geschlemmt werden, was die Kuchenbleche so alles hergaben. Und das war wahrlich nicht wenig. Wer dabei schon am Samstag keinen Kuchen mehr sehen konnte, der konnte am Sonntag zusehen, noch ein Stück Hefezopf zu ergattern. Denn auch den gab’s. Ein gibt’s nicht gab's nicht!

Da jedoch insbesondere Trockenkuchen, der in allen Variationen zu haben und auf der Hitliste ganz oben war, bekanntermaßen besonders trocken ist, musste er natürlich verdünnt werden. Hierfür sorgten die vielen Kaffeefeen. Dafür vielen Dank! Ebenso viel Dank gebührt der Fee, die der Allgemeinheit im Allgemeinen und unbeabsichtigt dem Schlagzeuger im Speziellen einen ganzen Liter Milch zur Selbstbedienung spendiert hat. Denn es darf bezweifelt werden, dass dem Schlagzeuger die vorhandene Kondensmilch für die Zubereitung seines verdammt hellen Pausenkaffees ausgereicht hätte.

Doch der MVS wäre nicht der MVS, hätte er nicht auch seine eigene Kasse für das Wohlergehen seiner Musiker geöffnet. Wie auch schon im Vorjahr, konnten wir am Samstag wieder den Charme der 70-er Jahre im Schömberger Lammneues Fenster genießen. Nein, das Essen ist damit nicht gemeint! Denn Schnitzel mit Pommes und Salat ohne Kroketten und Spätzle haben wie jedes Jahr geschmeckt. Also gut.

Nur für den Schlagzeuger stellte sich mal wieder die Frage ‒ genauer: wurde ihm die Frage gestellt ‒ welche Extrawurst ihm der Koch im Lamm braten solle. Dankenswerter Weise scheute der 1. Vorstand keine (Handy-)Kosten & Mühen, um seinen Wunsch nach einer Alternativmahlzeit in Form von Original Schwäbischen Käsespätzle wahr werden zu lassen. Sein Engagement ist umso höher einzuschätzen, da ursprünglich Steinpilze mit grünen Nudeln (oder umgekehrt) als Fleischlosschmaus vorgesehen war. Und mindestens genau so hoch die Tatsache, dass er dem Extrawurstbesteller zu guter Letzt auch noch einen Osterhasen (?) in Form einer flüssig-heißen Schokolade spendiert hatte. Ansonsten hätte der Pleitegeier die Teller spülen dürfen. Kurzum:  Dieter, wir danken Dir!

Die Etsch Und noch einer Person gilt es zu danken: Maultaschenkoch Mockel. Am Sonntag gab es nämlich Mockels Mouth Pockets zum Mittagsmahl. Als überdimensionale Küche diente ihm hierzu der Pausenhof. Als Feuerquelle unter dem überdimensionalen Kochtopf ein überdimensionaler Bunsenbrenner aus dem MVS-eigenen Küchenequipment.

Dem Schwaben sei jedoch geschrieben, dass es die Taschen so richtig (bzw. nicht richtig) in sich hatten ‒ nämlich keine Hackfleischfüllung, was in unserem Schwobaländle ja eher die Norm dargestellt hätte, wie aus einer gut informierten „Schwobagosch“ zu hören war. Statt dessen waren sie mit Spinat abgefüllt, farblich passend zum schöngrünen Erscheinungsbild des MVS. Dabei hatte der eine Schlagzeuger schon befürchtet, er müsse sich mal wieder von Kuchen ernähren. Doch hier saß er wohl einer Fehlinformation auf. Dabei bekam er diese direkt von der Quelle… Trotzdem:   Mockel, wir danken auch Dir!

Der andere Schlagzeuger, der das Schlagzeug-Duo am Sonntag „auf Kosten seiner Frau“ perfekt machte, hatte hingegen das Problem, selbst während der Essenseinnahme mangels Sitzgelegenheit stehen zu müssen. Denn er musste ja schon die ganze Zeit über an der „Big Berta“ seinen Mann stehen ‒ fast im wortwörtlichen Sinne…

Apropos „Stehen“: der größte Dank gebührt natürlich wie immer unserem Vorsteher, unserem Dirigenten Werner Gerhäuser. Denn wie immer war er der standhafteste von allen: Er hatte nämlich nie neunzehn Takte Pause, in denen er sich hätte setzen oder gar die andere Hälfte des Marmorkuchenstücks verspeisen können. Als „Vorstand“ musste er unentwegt die Stellung bewahren und zum Beispiel aufpassen, dass sich keine der Klarinettistinnen während nicht vorhandener Pausen geradewegs auf den Weg zum Kuchenbuffet machte… Also:  Werner, wir danken Dir besonders!

… und schon sind wir wieder am Anfang des Berichts angelangt. Der Musikverein Schömberg und sein Jahreskonzert ‒ eine rundherum gelingende Sache.
Sie glauben es nicht? ‒ Dann hören Sie uns nächste Woche gut zu:

Samstag, 12. April 2003, 19.30 Uhr, Kurhaus Schömberg.
Wir freuen uns auf Sie!