Musikverein Schömberg e.V.MVS || Termine | Do, 23.11.2017, 21.31 Uhr


Der Ein-Tages-Jahresausflug 2002

7.30 Uhr in Deutschland: Schömberg: Wendeplatte
Nachdem auch der letzte Schlafzeuger den Ausgang aus seinem Schlafgemach gefunden hatte, konnte der Walzsche Doppeldecker also überpünktlich um kurz nach halb Richtung Ulm lostuckern. Im Gegensatz zu den letzten Tagen durfte er während der gesamten Fahrt seine Doppelscheibenwischer in der Ausgangsstellung belassen: die Wetterprognose teilte unsere Hoffnungen. Beste Voraussetzungen also.

Knopfmuseum in Warthausen
Nach knapp über 2 Stunden Schunkelparade kamen wir dann in Warthausenneues Fenster an. Die Wartezeit bis zum Abflug mit der Öchsle-Museumsbahn verging fast wie im Flug. Deshalb reichte die Zeit leider nicht, um den versprochenen ersten Tagesordnungshöhepunkt abzuhandeln: den Besuch des dortigen Knopfmuseumsneues Fenster.

Jim und Knopf MuseumTrotzdem konnten wir auch von draußen einen kleinen Eindruck bekommen, was und drinnen erwartet hätte. Dort draußen stand nämlich der Guinnes-Buch-der-Rekorde-Big-Beton-Knopf herum. Denn es kommt darauf an, was man draus macht. Aber keine Frage, verglichen mit unserer Big Berta käme sich dieser Knopf in Maxiausführung wohl nur manschettenknopfklein vor.
Um den Abflug also nicht zu verpassen, mussten wir draußen bleiben. Dies hatte immerhin den Vorteil, dass wir uns satt essen konnten und nicht satt sehen mussten. Es ging also um die Wurst. Und die Brezeln. Zwei Dankeschöns an die Eheleut' Glaser!
Während des Verzehrs wurden wohl in so manchen von uns vage Erinnerungen an den vorletzten Mittwoch wach, wer es noch nicht war. Allerdings ohne Zubehör, beispielsweise kernlose Trauben. Und wer keine Wurst mochte, der strich sich eben eine Banane auf die Brezel. Machte nur niemand.


Öchsle FahrkärtleDampf ablassen ab Warthausen
Nach unserem Frühstücksvesper hofften wir, ein wenig eingeheizt zu werden, um die 5 Grad Außentemperatur nicht zu unserer Innentemperatur werden zu lassen. Die Chancen dazu standen nicht schlecht. Die Fahrt mit der „Öchsle Museumsschmalspurbahn“neues Fenster stand nämlich an. Wir bekamen also doch noch unser Museum ab, ein Museum auf Rädern.
Uns erwartete Eisenbahnromantik in ihrer puren Form. Romantik, die man sonst nur von Südwest 3neues Fenster her kennt. Oder doch nur, wenn man Mann ist? Denn nur wer Manns genug ist, hielt sich zwischen den einzelnen Waggons auf. Dort also, wo man ungestraft rauchen konnte. Denn in den Holzwaggons durfte man es natürlich nicht. Oder auch nur, um den Fahrtwind zu genießen.
Mit 19 km/h gings dann bis nach Ochsenhausenneues Fenster. Dorthin, wo sich wohl Fuchs & Ochs Gute Nacht sagen. Die Öchsle-Bahn brauchte also eine Stunde, um die 19 Kilometer zwischen Wart- und Ochsenhausen zurückzulegen. Wohl dem, der ein zweites Paar Socken dabei hatte. Denn unsere Füße mussten sich einer wahrhaftigen Zugluft erwehren. Fußwarmlaufen war also angesagt, als wir wieder festen Boden unter uns hatten.

Griechischer Wein in Ochsenhausen
Wir kehrten also der Bahn und unserem Bus unsere entrückende Rücken zu und walkten zum Mittagsmahl. Am hungrigsten schien es dabei unser Reiseleiter zu haben. Denn er lief uns auf und davon. Mitsamt der einzigen Stadtkarte weit und breit. Doch Sichtkontakt sei Dank, sahen wir uns dann im Gasthaus Bohrturm „ Zum Griechen“ wieder, welches die Wahl für unser Mittagsmahllokal gewonnen hatte. Der einzigen Speisekarte im Bus weit und breit und der damit ermöglichten Vorbestellungen sei Dank, konnten unsere hungrigen Mäuler schon bald griechische Spezialitäten erschmecken. Oder er bestellte sich etwas vegetagriechisches. Zum Beispiel überbackene Kartoffeln und Blumenkohl. Bestimmt auch eine griechische Spezialität.
Das Essen schmeckte dabei so, wie man es wohl auch in der Griechischen Taverneneues Fenster in Grunbach (zwar weit von Ochsenhausen entfernt, aber nur unweit von Schömberg, und ein hungrigheißer Tipp von unserem  Jürgenius, wenn's mal wieder etwas länger dauert) erwarten kann: griechisch. Inwieweit den Kindern unter uns ihre griechischen Pommes geschmeckt haben, die (= Pommes) aussahen wie deutsche, weiß vielleicht nur der griechische Schlemmerbote.
Wer bei alledem gedacht hatte, das Essen wäre MVSubventioniert, der konnte noch so tief in die Tasche greifen. Und musste am Ende doch seinen freundlichen Tischnachbarn fragen, ob er ihm nicht etwas unter die Arme greifen könne. Gefragt, getan. Und wäre der Frager weiblich gewesen, wer weiß, vielleicht hätte unser Jürgen auch ihm ein paar schlürfende Schlücke des 17 Euro edlen griechischen Weines abgegeben. Er ist ja nicht so.

Was dampft, zischt und macht Krach? -- Ein Schlagzeug??Technik, die begeistert in Mittelbiberach
Der absolute Höhepunkt für all die weiblichen Wesen unter uns war sicherlich der (Nicht-)Besuch von „Profil“neues Fenster, dem Auto- und Technikmuseum außerhalb von Biberach. In diesem sportlichen Multifunktionsgebäude (Tennis, Squash, Bar, ...) war aber praktischerweise auch ein Cafe integriert. Denn wie sagte eine der hier angesprochenen Wesen doch gleich sinngemäß? — „Ich bin eher praktisch, nicht technisch interessiert.“ Und blieb draußen.
Aber um es gleich vornewegzuschreiben: ein Ausflug nur um dieses Museums willen wäre die Reise nicht wert gewesen. Dazu ist es ein klein wenig zu überschaubar. Es sei denn, man hat ein ganz besonderes Interesse für Bulldogs, Traktoren und sonstiges Riesengefährt oder gibt es gar keinen Unterschied zwischen erst- und zweitgenanntem? Von dieser ganz besonderen Spezies Mensch hat der MVS ja einige in seinen Reihen.
Wer lieber Krach machen wollte, aber gerade kein Schlagzeug zur Hand hatte, der durfte auf die vielen roten Knöpfe drücken, die manch eines der Exponate zum Leben erweckte. Es dampfte zwar nichts, wie in dem Werbeflyer zu lesen ist, aber es zischte und krachte immerhin, wie es ebenfalls im Werbeflyer geschrieben steht. Wollen wir es mal so stehen lassen.
Nach einer dreiviertel Stunde oder so war dann der Spaß beendet und wir nahmen Anlauf zur letzten Etappe unseres Ausflugs.

Bis bald auf Wiederseh'n in Zwiefalten
Wir schreiben das Jahr 1993. Genauer: Samstag, 3. Juli, ca. 9 Uhr. Erste Station auf unserer Wochenendtournee nach Baienfurt war — richtig: Zwiefalten.
Aber was macht ein Musikverein Schömberg in Baienfurt? Klar, Musik. [Siehe/lese auch Gästebuch-Eintrag.] Denn im Musikverein Baienfurtneues Fenster spielte damals Alois, der zuvor etliche Monate bei uns mittrompetet hatte. Und was machte der Musikverein Schömberg in Zwiefalten? Klar, eine Klosterbesichtigung. Und danach ging's mal wieder um die Wurst: „Weißwurstfrühstück auf dem Parkplatz der Klosterbrauerei“, so der originale Wortlaut des zweiten Programmpunktes von insgesamt 6, die damals während der 10-stündigen Hinreise abgearbeitet wurden.
Wegen damals kam manch einem altgedienten MVSler Zwiefalten nicht gerade unbekannt vor. Und die vielen, aber leider leeren Bierkisten der Klosterbrauereineues Fenster türmen sich auch heute noch wie anno 1993 gen Himmel. Somit wieder zurück in die jüngste Vergangenheit. Zwiefalten war also unsere letzte Station. Und das Barockmünsterneues Fenster hat nichts von seiner Faszination verloren. Wer normalerweise Kirchen oder ähnliche Sakralbauten nur von außen her kennt, dem sei ausnahmsweise der Weg durch die Vorhalle ins Kirchenschiff ins Querschiff in den Chor nahe gelegt. Atemberaubend. Tief Luftholen war also sinnvoll.
Aber so sehr sich das Auge auch anstrengte, nirgendwo waren die roten Knöpfe zu sehen, die das autotechnische Museum schon „dampfen, zischen und krachen“ ließ... Aber dies(e) war(en) hier vielleicht auch lieber nicht „angebracht“. Sonst hätte einem womöglicherweise noch der Blitz getroffen.
Ernte sei Dank hatte der Altarvorplatz übrigens etwas ganz besonderes zu bieten: vegetarische Herzen schlugen hier mindestens doppelt so schnell...

Nebenbei bemerkt:

„Ohne Reiseplan sich auf die Reise begeben, heißt erwarten, dass der Zufall uns an das Ziel führe, das wir selbst nicht kennen.“

Heinrich von Kleist an seine Halbschwester Ulrike, Mai 1799, gesamter Briefneues Fenster

Nach der Kloster-Inside-Seeing-Tour dachten wir, wir könnten einen oder auch mehr heben in der Kloster-Brauer-Ei-Bier-Schenke. Doch falsch gedacht. Wegen Überfüllung mussten wir draußen bleiben. Doch draußen war die Luft eh besser und zudem angenehm mild, so dass sich ein Teil außerhalb eines Cafes nahe des Klosters niederließ.
Persönliches Pech hatten dann die, die zu spät kamen bzw. zu früh gingen: sie verpassten den eigentlichen, leider unangekündigten höchsten Höhepunkt des heutigen Tages. Unser O Jürgen mio alias Ave Jürgen, das singende Gegenstück zu Jürgens, ließ es sich von niemanden nehmen, seine berühmte Stimme in der berühmten Kirche walten & schallen zu lassen. Dabei hätte bestimmt nicht nur der anfangs erwähnte, da beinahe zu spät gekommene Schlagdraufzeuger noch 9 Jahre später, beim nächsten MVS-Ausflug mit Besuch des Klosters, von diesem Ereignis träumen können. Ein Alptraum. Es hat leider nicht sollen sein. Schluchz.

20 Uhr ungrad in Deutschland: Schömberg: Wendeplatte
Eineinhalb Stunden vor dem vorgesehen Zeitpunkt waren wir dann, nach Durchfahrt von Tübingen und Vorbeifahrt am Schwärzlocher Hofneues Fenster (diesmal ein heißhungriger Tipp von  Udo), auch schon wieder in Schömberg. Auf ein neues.